Nicht nur in der Industrie und dem Mittelstand werden Prozesse und Geschäftsmodelle digitalisiert, auch im Fußball ist die Digitalisierung angekommen. Eine Vielzahl an Startups versuchen in diesem Business Fuß zu fassen und erhalten immer öfter Unterstützung von prominenten Spielern.

Die Summen um die es im Fußball geht, scheinen ein Ausmaß zu erreichen, das keiner für möglich gehalten hat. Jüngstes Beispiel ist der Transfer vom brasilianischen Superstar Neymar. Aber auch hierzulande geht es nur steil bergauf. Die Bundesliga konnte ihren Gesamtumsatz bereits zum zwölften Mal in Folge steigern und verzeichnete in der Saison 2015/2016 3,24 Milliarden Euro (im Vergleich: 2004/2005 waren es noch 1,3 Milliarden Euro). Dieser Zuwachs von 149% macht das Potential in der Branche deutlich. Kein Wunder, dass immer mehr Startups ein Stück vom Kuchen abhaben wollen und versuchen sich in dem hart umkämpften Business durchzusetzen.

Dabei sind zwei Trends auszumachen: Ein Teil der Startups konzentriert sich auf das Sammeln von Daten, mit welchen Sie die Vereine und Spieler füttern wollen, um die Leistungen zu steigern. Die andere Hälfte befasst sich mit der Bereitstellung von Video- und Bildmaterial sowie allen weiteren interessanten Informationen, die das Fan-Herz begehrt.

Prominentestes Beispiel zu ersterer Gruppe ist das Startup von Ex-Profi Stefan Reinartz und Noch-Profi Jens Hegeler, die das sog. Packing entwickelt haben. Bei jedem Pass werden die überspielten („gepackten“) Gegner gezählt. Die Idee dahinter: Gegenspieler, die hinter dem Ball stehen, können die Offensivaktion nicht mehr verhindern und sind somit aus dem Spiel. Das Startup hat es geschafft, das zahlreiche Vereine diese Analyseform bereits nutzen.

Das Fußballprofis aktiv ein Startup gründen, ist allerdings die Ausnahme. Vielmehr werden Sie in Form einer Beteiligung aktiv. Für das Startup bringt das zwei Vorteile mit sich. Zum einen spielt der finanzielle Aspekt eine Rolle, aber meist viel wichtiger ist die Werbewirkung. Der Kicker transportiert die Idee oder das Produkt als Markenbotschafter in die Welt. So zum Beispiel René Adler, der sich an einem Startup beteiligt hat, das – wie passend – Torwarthandschuhe vertreibt.

Aber Fußballer investieren nicht nur in Geschäftsmodelle aus aus dem Bereich Sport, sondern sind auch für andere Branchen zugänglich. Jens Lehmann zum Beispiel hat in ein Unternehmen investiert, dass smarte Business-Lösungen entwickelt.

Diese Beispiele machen deutlich wie die Zukunft aussiehst: DIGITAL!

Die Vereine nutzen diese technologischen Entwicklungen allerdings nicht nur, um Daten zu erhalten, auf deren Basis das Spiel verbessert wird, sondern vielmehr um ihre Reichweite auszubauen. Dies erzeugt mehr Bekanntheit und führt somit zu höheren Werbeeinnahmen. Deutscher Primus ist auch hier der FC Bayern München, gefolgt von Borussia Dortmund und FC Schalke 04. Letztgenannte sind im Bereich der Digitalisierung sogar überaus aktiv. Der FC Schalke 04 hat sich der Herausforderung der Digitalisierung mit dem Ziel der Entdeckung neuer Geschäftsmodelle gestellt und veranstaltet als erster Bundesligaverein sogar einen Hackathon.

Quellen: Berlin Valley, Horizont, Stadionwelt

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Eugen Müller
Eugen MüllerSteuerberater, LL.M.

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